Zwischen den Jahren - Sé Wilo

Zwischen den Jahren‘ von Sé Wilo

“Du atmest ein. Du atmest aus.

Seine Stimme klingt gefüllt wie der Geldspeicher von Dagobert Duck. Er singt von Teilen, Verteilung und über das, was am Ende bleibt. Das Gefäß „Lied“ befüllt er dabei im Spiel nicht einfach nur, um es währenddessen wieder ausschütten zu können. Er zeigt vielmehr, dass auch ein gefülltes Glas transparent sein kann – und ein leeres undurchsichtig.

Stille Wasser sind tief.

Wenn er nicht singt, türmen sich die Wände auf zu hohen Mauern. Das macht aber gar nichts, er bleibt eh nicht davor stehen. Vielmehr verbindet er Strohhälme, solange, bis ein Stab ihn im Hochsprung über das Gestein trägt. Er fliegt danach eh weiter.

Und danach: Ein Schritt nach dem anderen.

Ihm liegt die Lust, ihm liegt das Vergnügen. Er zeigt aber auch, dass jede Spiegelung auf einer Wasseroberfläche ein klares Bild ist – bis zum nächsten Regen. Denn dann bringen Tropfen Bewegung ins Spiel.

Zeit heilt alle Wunden.

Wozu? Er weiß es nicht. Wozu auch. Er muss es nicht ganz verstehen. Wer muss das schon. Wissen trägt Lasten eh nur bis zur Erschöpfung, und er war da. Er hat’s gemacht. Er hat das T-Shirt. Aber was bleibt?

– Alles was bleibt.

Wenn das mal alles so einfach wär‘…”

Download ‘Zwischen den Jahren


 

6.1.5
eingespielt von Sé Wilo
aufgenommen und abgemischt von Radix Connector
gemastered von Nikolas Klemme

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